Irgendwann kribbelt es jedem Elternteil in den Fingern – das Kinderzimmer muss dringend „um-“ gestaltet werden. Gerne betreibt die Mutter in den letzten Schwangerschaftswochen ihren Nestbau. Und dann wird das Kinderzimmer erstmal so richtig unter die Lupe genommen. Häufig braucht man gar nicht so viel neues Kaufen, denn die meisten Möbel benötigen lediglich einen frischen Anstrich. Und wenn es nicht das erste Kind ist, dann wächst der Nachwuchs von der einen in die nächste Phase. Das Babybett ist schnell zu klein oder die Wandfarbe gefällt nicht mehr.

Fröhliche Farbwelten und kinderfreundliche Materialien

Tapetenfarben und Bodenbeläge sind nicht selten mit Schadstoffen belastet. Darum ist besonders in Kinderzimmern darauf zu achten, dass ein Schutz vor gefährlichen Stoffen gewährleistet ist. Wenn Sie das Kinderzimmer in Eigenarbeit renovieren, dann vergleichen Sie bitte dringend die Inhaltsstoffe der verschiedenen Produkte, Tapeten und Farben. Ein wichtiger Herstellerhinweis ist stets, dass die Ware frei von Schadstoffen und atmungsaktiv ist. Es gibt allerdings noch viele weitere Qualitätssiegel, die beachtet werden sollten. So ist Papier- und Raufasertapete sehr atmungsaktiv, weshalb ein Feuchtigkeitsaustausch besser stattfinden kann, was wiederum einen positiven Effekt auf das Raumklima hat. Kinderfreundliche Wandfarbe ist zum Beispiel die Lehmfarbe. Sie ist ideal für Schlaf, Wohn- und Kinderzimmer geeignet, ist feuchtigkeitsregulierend und weist eine extra starke Deckkraft auf. Lehmfarbe basiert auf einer natürlichen Basis aus Lehm, Kreide und Porzellanerde. Des Weiteren sind alle Naturmaterialien wie beispielsweise Holz gut für Kinderzimmer geeignet.

Das Zimmer sollte nicht überladen wirken, da der Nachwuchs sonst rasch reizüberflutet ist. Auch Farben sollten im Kinderzimmer gezielt eingesetzt werden. Als Wandfarbe eignet sich immer weiß und wer möchte, kann Akzente aus einer anderen Farbe wie mint, hellblau, hellgrün oder ein leichtes gelb setzen. An kräftigen Farben hat man sich eher schnell satt gesehen.

Wandgestaltung für Kinder

Bedruckte Tapeten, eingerahmtes Geschenkpapier oder kindgerechte Poster eignen sich hervorragend, um die Fantasie und die Erzählfreude anzuregen und einen Hingucker an der Wand zu schaffen. Auch Lichterketten können wunderbar als Wandgestaltung verwendet werden. Gerade am Abend können die für eine gemütliche Stimmung sorgen und die Kleinen langsam auf die Schlafenszeit einstimmen.

Teppiche & Textilien für gemütliche Atmosphäre

Teppiche lassen einen Raum sofort viel wärmer wirken. Und diesen Effekt haben wir auch Gardinen zu verdanken. Sie schaffen einen gewissen Rahmen im Raum und können gleichzeitig die Kreativität der Kinder anregen. Wählt man zum Beispiel Teppiche rund aus, dann sind diese stets ein schön weicher Ort, um ein Buch zu lesen. Aber auch Teppiche mit kindgerechten Drucken können benutzt werden, um sie mit Autos zu befahren oder die Zahlen ganz nebenbei beim Spielen zu lernen. Gerade Teppiche im Kinderzimmer sollten Waschmaschinengeeignet sein, denn häufig wird doch mal etwas verschüttet oder verschmiert. Aber auch Kissen und kleine Decken sorgen für eine gemütliche Atmosphäre und laden zum Entspannen, schmusen und erholen ein.

Kindermöbel – eine Investition für viele Jahre

Wenn die Basis der Einrichtung altersunabhängig ist, dann kann die Zimmergestaltung recht schnell dem Alter angepasst werden und es sind nicht alle 3 Jahre größere Investitionen notwendig. Bei der Kindermöbelauswahl sollte man als Eltern stets darauf achten, dass die Materialien langlebig und frei von Schadstoffen sind. Gerade hochwertige Möbel aus Holz sind quasi „unkaputtbar“ und man hat lange Freude daran.

Aufbewahrung im Kinderzimmer

Ein eigener Rückzugsort ist irgendwann für fast jedes Kind wichtig und gleichzeitig entlastet es die Eltern, wenn die Kinder ihre Spielsachen im Kinderzimmer aufbewahren und man nicht durch das ganze Haus hinterher räumen muss. Darum ist es eine große Hilfe für jedes Familienmitglied, wenn die Spielsachen einen festen Platz haben und die Kinder dann irgendwann auch selbstständig aufräumen können. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass die Spielsachen verschlossen verstaut werden, um das Thema „Reizüberflutung“ zu umgehen oder zu minimieren. So hat das Zimmer für die Kleinen eine ruhige Wirkung. Schöne Kisten, Verstauboxen und Regale in der Höhe der Kinder sind ideal dafür.