Dauerstress: So finden Sie einen Ausweg aus der Belastungsfalle

Dauerstress Jeder Mensch kennt belastende Phasen. Der erste Schritt zu mehr Entspannung ist meist, sich mit den eigenen Stressfaktoren kritisch auseinanderzusetzen.

Stress im Arbeitsalltag, Überlastung durch fehlende Kinderbetreuung, Angst vor wirtschaftlichen Folgen: In der Corona-Krise stehen viele Menschen unter gesteigertem Druck. Dauerbelastung ist ein Gesundheitsrisiko – und ein Burn-out kann jeden treffen, sagt Dr. Gernot Langs, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Chefarzt der Schön Klinik in Bad Bramstedt, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Doch es gibt Auswege aus der Stressfalle.

Sensibler für die eigenen Belastungen werden

Unsere Einstellung ist beim Umgang mit Belastungen eine der wichtigsten Stellschrauben. „Wie wir bestimmte Situationen bewerten, kann die Stressreaktion unseres Körpers messbar verändern“, erklärt Gregor Domes, Professor für Biologische und Klinische Psychologie an der Universität Trier. Eine Auseinandersetzung mit dem Thema hilft, sensibler für die eigenen Belastungen zu werden – und auch dafür, wie man darauf reagiert. Etwa wenn man im Verkehr aggressiv wird oder in der Familie wegen Kleinigkeiten die Stimme hebt. Wer die eigenen Warnsignale kennt, kann eher gegensteuern. Magnesiummangel – Magnesium – mit Sofort-, Aufbau- und Langzeiteffekt

Dauerstress
Dauerstress

Kleine Veränderungen im Job können viel bewirken

Oft sind es auch Belastungen im Job, die den Stress auslösen oder verstärken. Wer zum Beispiel ungern auf Personen zugeht, um ihnen etwas zu verkaufen, der wird im Vertrieb vermutlich dauerhaft unter hohem Stresslevel leiden. Beate Muschalla, Psychologieprofessorin an der Universität Braunschweig, spricht hier von „Passung“: „Manchmal lässt sich durch kleine, aber richtige Veränderungen der Anforderungen die Passung verbessern und damit gegebenenfalls das Belastungserleben reduzieren.“ Gemüsechips – Kalorien bei Gemüse- und Kartoffelchips gleich hoch

Pflanzliche Präparate können Entspannung fördern bei Dauerstress

Professionelle Unterstützung sollte man in Anspruch nehmen, wenn einen Sorgen wegen Jobverlust oder Arbeitslosigkeit quälen. „Zumal es vielen schwerfällt, sich hier im Freundes- oder Familienkreis Unterstützung zu holen“, sagt Psychiater Gernot Langs. Gleiches gilt für Menschen, die durch ein sogenanntes kritisches Lebensereignis eine Krise durchleben, wozu zum Beispiel eine Scheidung zählt. Hilfe erhalten stressgeplagte Menschen auch in ihrer Apotheke. Präparate mit Pflanzenauszügen können die Entspannung unterstützen. Eine Möglichkeit ist etwa hoch dosierter Lavendelextrakt. Ein Stimmungsaufheller ist Johanniskraut, das bei leichten bis mittelschweren Depressionen helfen kann. Wichtig ist dabei eine ausreichend hohe Dosierung.

In der aktuellen Ausgabe der „Apotheken Umschau“ finden Sie weitere hilfreiche Hinweise zur Stressbewältigung – unter anderem auch einen „Selbsttest: Was bringt Sie aus der Ruhe?“ Die Fragen können helfen, sich über die eigene Belastungssituation klarer zu werden – und über Unterstützungsmöglichkeiten oder Strategien nachzudenken. Online-Tipp: Hilfreiche Tipps und Videos zum Schwerpunktthema „Stress meistern“ gibt es auch online bei apotheken-umschau.de sowie auf Facebook und Instagram.

Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 9/2020 A liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apotheken-umschau.de.

Interview – Tipps für Gestresste Wie wir Dauerstress erkennen

Dauerstress – Jeder Zweite in Deutschland fühlt sich durch die Corona-Krise belastet, das ergab eine repräsentative Umfrage der Techniker Krankenkasse. Was uns an der Pandemie so sehr mitnimmt und wie wir uns selbst helfen können, verrät Ihnen Petra Terdenge:

Dauerstress
Dauerstress

Oft entsteht Stress, wenn wir zu viel um die Ohren haben. Zu viel Arbeit, zu viele Termine, zu viele Menschen. In den letzten Monaten haben wir viel weniger Menschen gesehen als üblich. Und auch das kann belasten, sagt Hans Haltmeier, Chefredakteur der Apotheken Umschau:

Hans Haltmeier

„Das ist ganz interessant, denn der überwiegende Teil der Befragten, nämlich achtzig Prozent, leiden darunter, dass ihnen persönliche Kontakte fehlen. Erst danach kommt die Angst, dass sich die Familie mit dem Virus ansteckt oder auch die Belastung durch Kita- und Schulschließungen. Das sind jeweils ungefähr die Hälfte der Befragten gewesen.“

Stress ist immer dann gefährlich, wenn er zum Dauerzustand wird:

Hans Haltmeier

„Da gibt es einerseits die körperlichen Folgen. Zum Beispiel erhöhte Werte bei Blutzucker und Blutdruck, ein erhöhtes Infektionsrisiko oder auch Schlafstörungen. Es geht aber auch auf die Psyche, denn es kann zu Erschöpfungen führen, zu einem Burn-out oder zu einer richtigen Depression. Wenn solche Symptome länger anhalten sollte man immer zum Arzt gehen.“

Wer merkt, dass er chronisch gestresst ist, sollte aktiv werden:

Hans Haltmeier

„Man sollte sich um drei Dinge kümmern. Als erstes sollte man herausfinden, was einen eigentlich belastet. Ob es äußere Umstände sind oder die innere Einstellung. Als zweites sollte man versuchen, wenn es geht, daran etwas zu ändern, entweder allein oder mit Unterstützung von außen. Und als dritter Punkt: Wenn sich die Dinge nicht ändern lassen, mit denen man also leben muss, dann hilft es die Akzeptanz dafür zu entwickeln.“

In bestimmten Fällen können auch pflanzliche Mittel helfen, indem sie die Stimmung aufhellen, schreibt die Apotheken Umschau. Im Gegensatz zu anderen Beruhigungsmitteln besteht hier kein Risiko, abhängig zu werden.

Viele weitere interessante Gesundheitsnews gibt es unter www.apotheken-umschau.de

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