Rentnerfrust – beharrt auf pünktlicher Einführung der Grundrente – Festakt mit Merkel

Osnabrück. Der Sozialverband VdK Deutschland warnt – auch mit Blick auf Rechtspopulisten – dringend davor, die für Anfang kommenden Jahres geplante Einführung der Grundrente zu verschieben. VdK-Präsidentin Verena Bentele sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“: „Drei Wahlperioden hintereinander verspricht die Politik nun schon eine Grund- oder Respektrente. Und da kann man den Menschen, die 35 Jahre gearbeitet, Kinder erzogen oder Menschen gepflegt haben und schon so lange auf eine Aufbesserung ihrer Renten warten, jetzt nicht noch einmal sagen: Sorry, wir schaffen das nicht.“

Rentnerfrust
Rentnerfrust

Bentele betonte, eine Verschiebung der Grundrente führe nur dazu, „dass noch mehr Menschen extrem frustriert sind von der Politik“. Man dürfe auch nicht vergessen, dass es im kommenden Jahr wieder Bundestagswahlen geben werde. „Und wer weiß schon, was dann passiert.“ Sie setze deshalb darauf, dass es jetzt keine Verschiebung der Grundrente um ein, zwei oder drei Jahre gebe. „Das werde ich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel mit auf den Weg geben, wenn sie zu unserem Festakt kommt.“ Der VdK feiert an diesem Mittwoch in Berlin sein 70-jähriges Bestehen. Zu den Gratulanten gehört auch Kanzlerin Angela Merkel.

Bentele warnte zugleich vor Gruppen wie „Fridays gegen Altersarmut“. Sie betonte: „Ängste vor Altersarmut und vor dem sozialen Abstieg nehmen zu. Diese Stimmung machen sich Rechtspopulisten zunutze und lenken den Frust von Menschen auf ihre Feindbilder, etwa auf Zugewanderte oder Geflüchtete.“ Wer in Deutschland arbeitet und zum Beispiel wichtige Aufgaben in der Pflege übernimmt, der hat nach den Worten der VdK-Präsidentin auch einen berechtigten Anspruch auf Rente. „Deswegen sollte man nicht verschiedene Gruppen gegeneinander ausspielen, weder Menschen mit oder ohne Behinderungen noch Menschen, die hier geboren oder zugezogen sind“, so Bentele weiter. Sie fügte hinzu: „Wer sich wirklich gegen Altersarmut engagieren will, der kann das bei uns tun oder bei den Gewerkschaften.“

Quelle Neue Osnabrücker Zeitung

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